Teilnehmerbericht Februar

Nach meiner ersten Teilnahme am Januartreffen und der Begegnung mit vielen spannenden Menschen und ihren Geschichten war ich sehr gespannt, wie nun Nicolai es schafft, *alles anders* zu machen. Beim Januar-Treffen war ich eher zuhörend dabei, fragend und suchend, offen.

Kurzer Rückblick:

Mir hatte der schön strukturierte Abend unter der Leitung von <Name noch nicht freigegeben> sehr gut gefallen. Das hat mir eben auch den Einstieg in die Gruppe sehr erleichtert. Nun gut, das sozialpädagogische bekannte Vorstellungsritual, das ist nicht so meins. Da habe ich mich einfach hineinbegeben und mitgetan. Aber die Gespräche in den Themengruppen und vor allem das abschließende Element aus der Körperarbeit – einfach toll. Für mich persönlich kam ganz viel dazu: Ideen, Gedanken, Erfahrungen und auch ein neuer persönlicher Kontakt, warmherzig und liebevoll.

Und nun war wieder der letzte Dienstag , 3.PolyMEHR-Treffen.

Meine kleine Reise aus dem Wendland in die Hansestadt war terminlich eingeplant, alles geregelt mit Übernachtung bei meiner Tochter und einem weiterführenden Treffen mit Christian und seiner Frau zum Museumsbesuch mit viel Gespräch.

Als wir fröhlich und pünktlich den Raum betraten, war alles hell und offen, kleinere Sitzrunde, eine Bilderserie in der Raummitte, Blumen, Gitarre .Bücher… wow.
Insbesondere die Bilderserie zog mich sofort magisch an.

Nach und nach trudelten mehr Teilnehmer ein (diesmal insgesamt weniger als 30), bekannte Gesichter und auch neue. Wie schön.

Nicolai schaffte den Dreh vom lockeren Moderationsplauderton zum ernsthaften Einstimmen auf den Abend. *top*

Sein Konzept: viel mehr Raum und Zeit für Gespräche, eine Bücherrunde und eine Musikecke mit Liedern zur Polyamourie. Diese offene Gruppenarbeit war überhaupt kein Problem. Es kam zusammen, was zusammen wollte. Musikecke hat eher nicht funktioniert, vielleicht auch nur bei mir. Ich konnte die Lieder und Texte in der Geräuschkulisse überhaupt nicht differenzieren und bin quasi geflohen, zum Thema Sexualität.

Hatte bei meinen Vorüberlegungen das Thema sehr im Focus, suche da einfach Antworten auf viele Fragen.  Das hat mit meinen Erfahrungen in den letzten Jahren zu tun. Meine Nebenbeziehungen sind verheiratet und (noch) nicht offen mit ihren Frauen. Für mich bedeutet das dann:  Rückzug als Konsequenz, was ziemlich schmerzhaft ist.

Starten wollte ich mit dem Thema nicht, warum bloß!

Und so habe ich den Findungsprozess dieser Runde nicht mitbekommen. Aber das war gar nicht weiter schwierig.

Mein Fazit: viel Raum für einzelne Geschichten und Fragestellungen, mehr oder weniger passend ausgebreitet, von allen geduldig, zugewandt und aufmerksam diskutiert.

Wie unterschiedlich doch die Situationen sind!

Das erstaunt mich immer wieder (und lässt mich dankbar auf meine eigene Situation blicken):

  • da gab es die Polytheoretiker.
  • dann die aktiven Mehrfachliebenden, die an ihre Grenzen kommen,
  • die Suchenden , die sich die Erlaubnis für freie Sexualität wünschen, und vielleicht bei den Polys gar nicht ganz passen,
  • die hoffnungsvoll Traurigen, die ihre Partner noch mitnehmen müssen und an ihrer Mono-Poly-Konstellation arbeiten,
  • die kraftvoll Enttäuschten, die sich mehr Rücksicht und Verständnis wünschen,
  • diejenigen, die gerne umfassend ihre Entwicklung darlegen möchten,
  • und mich, die ich mit meinen Möglichkeiten im Freiraum einfach nur glücklich bin.

Kurze Feedbackrunde , keine Körperarbeit, oder doch? für mich im kleinen Kreis schon ☺

Am Abend selbst fällt mir dann immer gar nicht so viel ein, was ich mir ergänzend wünsche. Umso schöner war das offene ergänzende Gespräch mit Christian und seiner Frau am Rand der Feuerbach-Lagerfeld-Ausstellung:

Wir kamen auf zwei weitere Plakatangebote für Gesprächsrunden im März:

RESPEKT und MACHT als übergeordnete Themen für folgende Unterthemen, die es ja teils schon gibt::

Unterwerfung?, Anpassung? Verzicht? Exklusivität? Sicherheit? Verbindlichkeit/Verbundenheit/Treue? ,  Eifersucht?  Ängste? bis hin zu Respektlosigkeit?

 Teilnehmerbericht von Erdmuthe. 27.02.2014

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Ein Gedanke zu „Teilnehmerbericht Februar

  1. Hiob Montag sagt:

    Die angesprochene Bilderserie ist Teil eines größeren Fotoprojekts: http://newkinkproject.tumblr.com

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